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14.12.2018

Geschichte der Partnerschaft


Im Jahr 1960 trat der Verband der ehemaligen französischen Kriegsgefangenen aus Orléans in einem Brief mit der Bitte an die Hauptgeschäftsstelle des Heimkehrerverbandes in Bad Godesberg heran, mit den ehemaligen Gegnern des Kreisverbandes Münster eine Partnerschaft einzugehen. Dieser stimmte gern zu, so dass bereits im September 1960 eine erste französische Delegation Münster besuchte. In den folgenden Jahren fanden zahlreiche Austausche in Orléans und Münster statt.

Beim 11. Austauschbesuch der Kriegsgefangenenverbände zu Pfingsten 1971 in Orléans waren auch zehn Hiltruper als Gäste in Beaugency. Als Folge dieser ersten Kontaktaufnahme befasste sich der Rat der damals noch eigenständigen Gemeinde Hiltrup am 30. Juni 1971 offiziell mit der Aufnahme freundschaftlicher Beziehungen zu Beaugency. Vorangegangen war Ostern 1971 der erste grenzüberschreitende Besuch von französischer Seite, bei dem französische Jugendliche in Hiltrup zu Gast waren. Im Folgejahr wurde der Austausch wesentlich vertieft. 40 französische Gäste kamen nach Hiltrup, sogar 53 Besucher aus Hiltrup und Amelsbüren traten die Reise nach Frankreich an. Eine ausgesprochen bemerkenswerte Zahl, wenn man bedenkt, dass die Mehrzahl der Teilnehmenden ehemalige Kriegsgefangene aus beiden Lagern waren.

Am 29. Oktober 1972 pflanzten die beiden Bürgermeister und die Vorsitzenden der Kriegsgefangenenverbände in einem symbolischen Akt der Völkerverständigung die Freundschaftseiche in Beaugency.

Ab Frühjahr 1973 übernahmen die in Beaugency und Hiltrup gegründeten Komitees die Organisation und Durchführung der Austauschbesuche. Am 25. Juli 1974 teilte der Bürgermeister von Beaugency mit, dass dessen Stadtrat einstimmig der Gründung einer Partnerschaft zwischen Beaugency und Hiltrup zugestimmt habe. Termin für den offiziellen Abschluss des Abkommens in der Gemeinde Hiltrup war der 13. Oktober 1974 - wie auch die historische Urkunde ausweist. 96 Besucher aus Beaugency nahmen an der offiziellen Feier in Hiltrup teil.

Seitdem wurden die freundschaftlichen Kontakte weiter vertieft. Vor allem durch die private Unterbringung bei den Gastgeberfamilien sind aus vielen besuchen Freundschaften entstanden. Beliebte Tradition sind die jährlichen Pfingstbesuche der so genannten gemischten Gruppen in Beaugency und Hiltrup.